Mittwoch, 25. Juli 2012

19.07.2012 Tagwache ist um 7.30 Uhr. Kurt und ich fahren mit dem Schlauchboot einkaufen, der Rest der Mannschaft schläft noch. Um 11 Uhr ist Abfahrt. Heute geht es in die Bucht Naousa auf der Insel Paros. Das Meer ist wieder sehr unruhig und wir haben Wellen, wo manche bis übers Dach gehen. Nach ca.3 Stunden Fahrt, wo wir in der Bucht Naousa ankern verbringen wir den Nachmittag mit faulenzen. Am Abend besuchen wir wieder eine gemütliche Taverne.

20.07.2012 Das Wetterfax zeigt uns Windstärke 10 an. Wir beschließen in der Bucht zu
bleiben, denn morgen soll es nur noch Windstärke 5-7 geben und dann geht es wieder zurück nach Mykonos in den Hafen. Renate und Ludwig müßen wieder nach Hause. Am Abend wie üblich gehen wir wieder in eine gemütliche Taverne.

21.07.2012 Der Wetterbericht hat leider nicht gestimmt. Bei sehr unruhigem Wasser und hohen Wellen fahren wir nach Mykonos. Im Hafen ist leider kein Platz, also fahren wir in die große Bucht Ornos. Es ist sehr windig, aber hier liegen wir geschützt. Wir haben einige kleinere Schäden. Unser kleines Schlauchboot hat einiges abbekommen. Der Gashebel ist abgebrochen, der Sitz ist weg und die Aufhängung ist eingeknickt. Wir kranen es und draußen vor dem Führerhaus binden wir es nieder. Kurt muß die Aufhängung erst schweißen. Am Abend fahren wir mit dem großen Schlauchboot ans Ufer und speisen köstlich in einer der vielen Tavernen. Zurück zum Schiff, dann wird noch richtig Abschied gefeiert bis 2,30 Uhr.
Ludwig und Renate fliegen morgen zurück nach Österreich.


22.07.2012 Tagwache ist um 7,30 Uhr. Es wird noch gemütlich gefrühstückt und alles noch eingepackt und um 8 Uhr ist Abfahrt mit dem Schlauchboot ans Ufer. Die Verabschiedung ist kurz aber sehr herzlich. Kurt bringt beide ans Ufer, Ludwig ruft noch ein Taxi, das sie zum Flughafen bringt. Nun sind wir wieder allein. Wir faulenzen, die Nacht war kurz.
Am Nachmittag gibt die Müllpresse ihren Geist auf, aber Kurt kann den Schaden beheben.
Den Abend geniessen wir bei griechischem Wein und frischen Shrimps in einer der vielen Tavernen. Wir gehen bald ins Bett, denn wir sind ziemlich müde.


23.07.2012 Der Meltemi bläst noch immer. Laut Wetterfax soll der Wind bis Mittwoch so bleiben. Nachdem wir Zeit haben beschließen wir in der Bucht Ornos zu bleiben, bis sich das Wetter beruhigt. Kurt bastelt noch einige Beschläge, damit die Kühlschränke bei den starken Wellen nicht immer aufgehen. Ich werde unserer Salzkruste zu Leibe rücken. Hundehaare und Salz sind die ideale Mischung.
Am Abend gehen wir noch einkaufen und essen in einer Taverne köstlichen Fisch. Wir gehen bald ins Bett.


24.07.2012 Der Meltemi bläst noch immer. In der Früh fährt Kurt wie immer Duna und Elbe mit dem Schlauchboot zum Strand. Später ist wieder basteln angesagt. Ich kämpfe noch immer mit unserer Salzkruste. Am Abend fahren wir mit dem Schlauchboot an Land, geniessen wieder köstlichen Fisch und griechischen Wein.
Wir plaudern viel und stellen beide fest, das ist das Leben wie wir uns es vorgestellt haben. Wir haben beide viel gearbeitet und ernten nun die Früchte unserer Arbeit. Wir hatten beide ein nicht so schönes Vorleben.
Aber wie könnt es schöner sein, wir haben uns gerade noch rechzeitig kennengelernt. Es war vor 17 Jahren und es ist sehr selten das man einen Menschen trifft, der gleich fühlt, gleich denkt und auch noch die selben Interessen hat. Es ist Romantik pur und wir leben in den Tag und geniessen jede Minute zusammen. Die Ergänzung sind unsere beiden Hunde Duna und Elbe. Sie machen uns sehr viel Freude und Spaß.
Der Abend wird wieder etwas länger und am Schiff gibt es noch Ouso mit Eis.

25.07.2012 Der Wind hat sich gelegt und es ist sehr heiß. Kurt fährt Duna und Elbe wie üblich zum Strand. Wir frühstücken gemütlich, gehen schwimmen, kranen unser Schlauchboot, holen unseren Anker ein und schon kann es losgehen. Das Meer ist sehr ruhig, es gibt keine Wellen und wir geniessen die schöne Fahrt. Wir fahren heute wieder in die Marina Mykonos, denn wir wollen bunkern. Wir bekommen einen schönen Längsanleger und mit den Hunden kann man auch hinaus. Wir brauchen heute kein Schlauchboot. Der Supermarkt liegt gegenüber und der Mopedverleih auch. Kurt muß für das Auto noch einige Ersatzteile besorgen, aber das wird morgen erledigt.
Wir geniessen den Nachmittag und am Abend gibt es griechischen Salat.





Donnerstag, 19. Juli 2012

12.07.2012 Es ist ziemlich heiß und wir verbringen den Vormittag mit schwimmen und
faulenzen. Kurt rep. den Wassermacher und führt Duna und Elbe aus. Mittag geht unsere Fahrt weiter auf die Insel Amorgos. Während der klassischen Antike wurde die Insel kolonisiert, erlangte jedoch keine größere Bedeutung. Früher standen die Inselbewohner in dem Ruf, Strandräuber und Piraten zu sein. Katapola so heißt der Ort auf der Insel Amorgos in einer zauberhaften tiefen Bucht mit steilen Felsklippen, die jäh ins Meer stürzen, ankern wir.
Wieder ist schwimmen und sonnen angesagt. Ludwig und Renate fahren mit dem Schlauchboot einkaufen. Später fährt Kurt mit den Hunden zum Strand. Am Abend gehen wir die kleine aber feine Uferpromenade entlang und landen in einer Taverne, wo wir alle sehr gutes Gyros essen. Die Portionen sind so groß, daß wir alle nach dem Essen einen Schnaps brauchen.
Der Abend klingt wieder gemütlich mit griechischen Wein aus.


13.07.2012 Kurt und ich leihen uns in der Früh ein Quad aus um die Insel zu erkunden.
Ludwig spielt Fährmann und bringt uns ans Ufer. In der kleinen Ortschaft Katapola herrscht eine angenehme ruhige Atmosphäre. Die Chora mit ihren weißen Häusern ist ein typischer Kykladenort. Von ihm führt ein Weg zum byzantinischen Kloster "Panagia Chozoviotissa" das recht abendteuerlich in die Nische eines Felskliffs zwischen Himmel und Meer gebaut wurde. Als wir dort mit unserem Quad ankommen, bekommen wir leider keine Erlaubnis das Kloster zu besichtigen. Kurt hat keine lange Hose an und ich kein Kleid. Also fahren wir weiter und bewundern die kleinen Dörfer und engen Straßen.





Mittag fahren wir mit dem Schiff weiter und landen in der Bucht Aigiali. Trotz eines
bescheidenen Fremdenverkehrs ist diese Bucht unberührt geblieben. Im Inneren der Insel stößt man noch auf ein paar Dörfer, bei denen man ins Grübeln kommt, wovon die Bewohner in dieser sonnendurchglüten Landschaft wohl leben. Die Bucht mit ihren steilen Felshängen und kleinen Dörfer ist ein wundervolles Fleckchen, das trotz des Meltemi ( so heißt der Wind hier) durchaus einen Besuch verdient. Wir ankern wieder und verbringen den Nachmittag mit sonnen, baden und faulenzen. Den Abend geniessen wir bei Livemusik und Grill in einer kleinen Taverne.


14.07.2012 Heute ist ein Faultag. Wir bleiben in der Bucht Aigiali. Am Nachmittag, wir
haben alle die Fenster offen, da kommt eine gemeine Welle und spritzt im Gästezimmer alles voll. Kleidungsstücke, Überzüge, Matratze, alles war naß. Wir trocknen alles halbwegs und am Abend kommt die nächste Überraschung. Mit dem Schlauchboot wollen wir zum Strand in die kleine Taverne. Als wir fast am Ufer sind, kommen ein paar große Wellen über uns. Wir sind alle triefnass und das Schlauchboot war voll mit Wasser. Also alle zurück zum Schiff, wieder alles trockenlegen und umziehen. Dann geht es zurück zum Hafen. An der Uferpromenade finden wir ein nettes Lokal, wo wir dann köstlich speisen. Später sitzen wir noch gemütlich am Schiff und lassen den feuchten Tag ausklingen.

15.07.2012 Ios heißt die Insel wo wir heute hinwollen. Sie ist ca. 40 sm von der Bucht
Aigiali entfernt. Die Insel Ios wird als Ort angesehen, an dem der große Dichter Homer
zur letzten Ruhe gebetet worden sein soll. Der Legende nach verstarb der alte Barde auf
einer Seereise von der Insel Samos nach Athen. Seine Leiche, die über Bord geworfen wurde, soll auf Ios angespült worden sein. Angeblich wurde er draufhin an den Nordhängen des Pyrgos beigesetzt. Wir ankern in der Bucht  Manganari. Hier herrscht geschäftiges Treiben.
Wasserski, Surfer,Reifen alles wird geboten. Bananenfahrer die regelmäßig ihre Mitfahrer abschmeißen. Es ist lustig zuzuschauen. Am Abend wie üblich , fahren wir mit dem Schlauchboot ans Ufer und gehen in eine gemütliche Taverne.

16.07.2012 Alle sind faul. Wir überlegen auf eine andere Insel zu fahren, aber nach
langem hin und her entschließen wir uns zu bleiben. Es ist heute sehr heiß und die
Wassertemp. beträgt 26 Grad. Also keine richtige Abkühlung.Renate liegt in der Sonne,
Kurt sitzt beim Computer, Ludwig beobachtet mit dem Fernglas das lustige Treiben.
Duna und Elbe haben es auch eilig, sie müßen die Reifenfahrer beobachten und laufen
am Schiff hin und her. Ich habe auch Siesta gehalten und werde nun ins Wasser schwimmen gehen. Also ein richtiger Faultag. Am Abend fahren wir mit dem Schlauchboot zur nächsten Taverne. Renate wandert noch durch den Ort und kauft eine neue Luftmatratze, die Alte hat Elbe gefallen und sie hat hinein gebissen. Später am Abend sitzten wir wieder wie üblich am Schiff und lassen den Abend  mit griechischem Wein ausklingen.


17.07.2012 Der Meltemi bläst heftig. Wir verlassen die Bucht um ca. 11 Uhr und wollen
auf die Insel Pholegandos in die Bucht Vathy. Miss Pezi tanzt auf den Wellen dahin.
Wir haben Windstärke 7-9 und es schauckelt. Aber wir sind alle seefest. Nach 3 Stunden Fahrt kommen wir in der kleine Bucht Vathy an und wir ankern. Der Wind ist schwächer geworden und wir geniessen den Nachmittag mit schwimmen, sonnen und baden. Am Abend wie üblich fahren wir ans Ufer in eine nette Taverne mitten am Strand. Wir essen köstlich, es ist ein Einheimischenlokal. Bis Mitternacht geniessen wir den lauhen Sommerabend mit griechischem Wein.


18.07.2012 Wieder bläst der Wind kräftig und wir wollen weiter auf die Insel Paros in
die Bucht Aliki. Fast 4 Stunden Kreuzwellen, manche so hoch, daß sie über das Dach von Miss Pezi schlugen. Unseren Kapitänen gefiel das. Beide schauten ganz verschmitzt wenn wieder eine große Welle kam. Plötzlich macht sich unser Auto selbstständig und Kurt mußte hinaus um es zu befestigen. Er kommt tropfnass zurück. In der Bucht Aliki ankern wir, aber der Meltemi bläst weiter. Wir kochen selbst und machen uns einen gemütlichen Abend.


Ca 3500km auf der Donau und 1100sm auf dem Meer hat unsere Clubfahne hinter sich.
Jedoch 4 Stunden Windstärke 7-8 hat die Weitgereiste nun doch etwas mitgenommen. Zum Glück haben wir genügend Reserven.



Donnerstag, 12. Juli 2012

06.07.2012 Wir wollen in eine kleine Bucht in Ikaria zum Baden. Aber die Bucht war viel zu klein  und seicht. Also beschließen wir zur Insel Mykonos zu fahren. Die Fahrt war etwas ruppig, aber nach vier Stunden kommen wir in einer großen Bucht in Mykonos an. Wir ankern, kochen selbst und machen uns einen gemütlichen Abend.


07.07.2012 Mykonos ist eine felsige, kahle Insel, der größte Teil der Bevölkerung
lebt in der Stadt Mykonos oder in Tourlani im inneren der Insel. Mykonos, das Touristen - Mekka Griechenlands, ist mit ihren zahlreichen Kirchen und Windmühlen
sowie den weiß getünchten Häusern tatsächlich eine Attraktion. Abgesehen von den
wundervollen Sandstränden hat die Insel aber wenig zu bieten.
Heute ist Putztag unser Schiff hat schon eine richtige Salzkruste und die Hundehaare
sind auch nicht zuwenig. Kurt putzt außen alles blitzblank und ich bin für innen zuständig.
Nach vier Stunden glänzt alles wieder. Nachmittag faulenzen wir und am Abend suchen wir uns wieder eine gemütliche Taverne.

08.07.2012 Heute kommen uns Ludwig und Renate besuchen. Wir werden in die Marina Mykonos fahren und sie dort abholen. Pünktlich um elf Uhr kommen sie mit dem Taxi in die Marina.
Es wird alles ausgepackt und danach machen wir uns einen gemütlichen Nachmittag und Abend. In einer kleinen schönen Taverne bekommen wir sehr gutes Essen und einen köstlichen griechischen Wein. Später sitzen wir noch am Schiff und plaudern bis Mitternacht.



09.07.2012 Wir wollen heute baden, also suchen wir uns eine kleine Bucht, wo wir ankern.
Die Insel heißt Nisos Rinreia. Am Nachmittag beschließen wir weiter zu fahren.
Die Insel Naxos ist unser nächstes Ziel. Naxos ist die Insel, auf der Theseus auf seiner
Heimreise von Kreta nach Athen Ariadne schmächlich zurückließ, nachdem sie ihm geholfen hatte, dem Labyrinth des Minotaurus, ihrem Halbbruder, erfolgreich zu entkommen.
Ariadne hatte sich in Theseus verliebt und er scheinbar in sie. Von Kreta flohen sie
gemeinsam auf seinem Schiff und Naxos war der erste Zwischenstopp, den sie einlegten.
Zum Glück landete schon bald danach Dionysos auf Naxos, und Ariadne und er verliebten sich auf den ersten Blick ineinander. Es hatte den Anschein, als wäre das Paar recht glücklich miteinander gewesen, denn Ariadne gebar dem Gott viele Kinder.
Dionysos, der griechische Gott des Weines, scheint umgänglicher und weniger rau als
sein römischer  Kollege Bacchus gewesen zu sein. Er segnete Naxos mit besonderer
Fruchbarkeit und guten Weinen.
Wir bekommen wieder einen wunderbaren Längssteg mitten in er Stadt. Am Abend flanieren wir die Füßgängerzone entlang und suchen uns ein nettes Lokal, wo wir wieder köstlich speisten. Später sitzen wir noch am Schiff, geniessen den guten Rotwein und plaudern bis ein Uhr morgens.



10.07.2012 Vormittag kranen wir unser Auto. Renate und Ludwig bleiben am Schiff,
braten in der Sonne und führen Duna und Elbe aus. Kurt und ich machen eine Inselrundfahrt, fahren die steilsten Wege (1000m hoch) und die schmalsten Straßen, bewundern die kleinen Dörfer, kaufen noch etwas ein und kommen am Nachmittag zurück aufs Schiff. Ludwig und Renate machen später noch eine Stadtrundfahrt mit dem Auto.
Am Abend wie üblich gibt es gute griechische Küche und sehr guten Wein.





11.07.2012 Weiter geht es auf die Insel Nisos Schoinousa, wo wir uns eine romantische
Ankerbucht suchen. Wir schwimmen, sonnen und geniessen den griechischen Sommer.
Wir kochen selbst und der Abend dauert bis zwei Uhr morgens.




Donnerstag, 5. Juli 2012

02.07.2012 Kurt geht am Vormittag zum Hafenmeister und hat vorher in einer Seitenstraße das Transitlog besorgt. Dann geht es relativ rasch, ca. 2 Stunden und alles ist erledigt.
Die Stadt Chios hat viele enge Straßen und kleine Geschäfte die wir bestaunten. Am Nachmittag kranen wir unser Auto von Bord und machen mit unseren Mädels einen kleinen Ausflug der Küste entlang. Es gibt viele kleine Buchten und Strände, nur das Autofahren ist gewöhnungsbedürftig. Auch den Einkauf machen wir mit dem Auto und kranen es samt Proviant wieder aufs Schiff. Am Abend besuchen wir ein kleines nettes Restaurant mit Blick zu unserem Schiff.





03.07.2012 Am Vormittag tätigen wir noch ein paar kleine Einkäufe( 2 Kleider, 4 T-Shirt), dann geht es weiter an die Südostküste von Chios. Die kleine Bucht heißt Ormos Emporio. Die Einfahrt mit den steilen Klippen auf beiden Seiten ist sehr eindrucksvoll. An Land befinden sich kleine Tavernen und es gibt sogar einen Dinghisteg. Am Nachmittag geniessen wir das herrliche Wetter und verbringen den Tag mit schwimmen und sonnen. Der Landgang  mit unseren Seehunden ist heute relativ kurz, denn es gibt nur einen kleinen Strand, sonst ist überall Steilküste. Den Abend verbringen wir in einer der kleinen Tavernen und geniessen den romantischen Blick zu unserem Schiff, das zwischen den steilen Klippen liegt.



04.07.2012 Heute geht es auf die Insel Ikaria. Der mythologische Ursprung soll in der
Legende von Daedalos und Ikarus liegen, die versuchen, von der Insel nach Kreta zu fliehen, indem sie sich Flügel aus Federn und Wachs bauten. Ikarus flog so hoch, daß die Sonne das Wachs schmolz, und er in der Nähe der Insel ertrank.
Nach einem gemütlichen Frühstück und einem Morgenschwumm starten wir unser Schiff und wollen den Anker einholen. Plötzlich machte es einen Ruck und siehe da, ein Stockanker mit ca.40m Kette hat sich in unserem Anker verfangen und hängt am Grund fest. Nach einigem hin und her reißt die Kette ab und wir fahren langsam aus der Bucht aufs offene Meer. Kurt werkt über eine Stunde und hebt mit dem Kran unseren Anker (200kg) mit der schweren Kette und den eingehakten Stockanker mit Kette (das Ganze wiegt ca. 100 kg) an Deck und entflechtet das Ganze. Jetzt können wir unseren Anker erst richtig einholen und unsere Fahrt nach Ikaria beginnen.



Das Meer war wieder sehr ruhig und wir hatten eine gemütliche Überfahrt. In Ikaria legen wir am Fähranleger der kleinen Hauptstadt Kyrikos an ( die Fähre muß an der Stirnseite der Mole anlegen). Der Hafenmeister ist sehr nett und hilfsbereit. Wir liegen wieder mitten im Zentrum der kleinen Stadt und an der Uferpromenade befinden sich viele kleine Tavernen und Cafes. Mit gutem Essen und griechischen Wein verbringen wir wieder einen wunderschönen Abend.



05.07.2012 Vormittag machen wir einen Stadtbummel ( es sind nur 2 Straßen ) kaufen
60 m Schlauch, denn die Wasserleitung ist so weit weg und 2 kurze Hosen für Kurt.
Am Nachmittag besorgen wir noch einige Lebensmittel und geniessen das Leben.
Abends wie üblich Spezialitäten des Landes und natürlich griechischen Wein.


Sonntag, 1. Juli 2012

27.06.2012 Wir fahren weiter an Dikili vorbei und in der Bucht von Bademli ankern wir.
Wieder war schwimmen, sonnen und geniessen angesagt. Am Abend kochen wir selbst.


28.06.2012 Nächste Station ist Foca. Foca liegt wunderschön auf einer Halbinsel und hat sich in den letzten Jahren zu einem der schönsten Orte an der Küste entwickelt. Der
ursprüngliche Name Phokäa, wie damals die ionische Stadt hieß, soll sich auf die
vorgelagerten robbenähnlichen Inseln beziehen (Phoka = Robbe). Der Hafen hatte zu allen Zeiten Bedeutung, und die Phokäer waren als große Seefahrer, aber auch als geschickte Händler bekannt, die im ganzen Mittelmeerraum bis zum Schwarzen Meer Kolonien besaßen.
Die heimischen Boote liegen dicht gedrängt, denn zu den einladenden Restaurants rund um die Hafenfront sind es nur ein paar Schritte. Wir liegen im großen Hafen bei den großen Fischerbooten. Unser Fußmarsch beträgt ca. 2 km in die Stadt. Am Abend besuchen wir ein nettes Lokal und flanieren die Fußgängerzone auf und ab.



29.06.2012 Heute werden die Räder ausgepackt. Einkaufen ist angesagt, denn unsere Vorräte gehen zu Ende. Brot, Eier, Wurst, Gemüse und viel Obst. Es ist alles vom Feinsten. 
Wir haben 2 Taschen und einen Rucksack voll mit Lebensmitteln und zahlen 15 Euro.Wir kommen schwer bepackt wieder nach Hause auf unser Schiff.
Ein bißchen Wehmut herrscht heute bei uns an Bord, denn Maria und Gerhard, die uns jetzt 6 Wochen begleitet haben, fliegen morgen zurück nach Österreich. Es war eine wunderschöne Zeit und keiner von uns möchte nur eine Stunde davon missen.
Duna liegt im Salon und schläft, während Elbe die streunenden Katzen am Steg beäugt.
Der Muezzin singt, der Wind bläst, die Sonne scheint und die Fischer sitzen am Steg und fischen. Gerhard und Kurt halten einen Mittagsschlaf und Maria ist schon beim Einpacken.
Am Abend bekommt Gerhard hohes Fieber und wir holen einen Notarzt, der Gerhard ins  Krankenhaus bringt, wo er fiebersenkende Medikamente bekommt um flugtauglich zu sein.
Es bleibt keine Zeit mehr um Abschied zu feiern.

30.06.2012  5.3o Tagwache. Gerhard geht es etwas besser. Alles wird noch eingepackt,
dann gibt es noch ein kleines Frühstück. Das Taxi zum Flughafen kommt pünktlich und
holt Gerhard und Maria ab. Es gibt noch eine kurze aber innige Verabschiedung. Nun sind wir allein und werden heute den letzten türkischen Hafen anfahren.
Cesme liegt auf einer Halbinsel und ist nur 8sm von der griechischen Insel Chios entfernt. Cesme wird beherrscht durch das genuesische Kastell über dem Hafen.
Das Anlegemanöver ist interessant - 3 Schlauchboote bugsieren uns röm.kat. zum Steg,
ein Mann springt auf unser Schiff, macht alle Leinen und Moorings fest. Am Steg stehen wieder 4 Männer und nehmen die restlichen Leinen an. Ich stehe mit meinen Arbeitshandschuhen daneben und schaue nur verwundert zu. Cesme ist ein schöner moderner Hafen, mit vielen Geschäften und Restaurants, ein richtiger Urlaubsort.
Am Abend schlendern wir noch durch den Ort und gehen in ein schickes Restaurant essen.



01.07.2012 Ausklarieren war relativ einfach, in 2 Stunden hatten wir alle 3 Stempel
zusammen. Polizei, Zoll, Gesundheitspolizei und Hafenmeister alles in so kurzer Zeit.
Weiter geht es nach Griechenland auf die Insel Chios. Das Meer ist heute etwas unruhig
aber in einer Stunde haben wir Chios erreicht. Im Hafen legen wir längsseits mitten in
der Stadt an und es ist wunderschön. Die Geschichte der Insel Chios war im Altertum
strahlend, was jedoch von den Tragödien neuere Zeit überdeckt wird.
Der Name der Insel ist möglicherweise phönizischen Ursprungs und bedeutet "Mastix".
Der Anbau von Mastixsträuchern hat auf der Insel Tradition. Aus dem aromatischen
Harz der Pflanze wird eine Süßigkeit hergestellt, die bereits in der Antike sehr beliebt war. Die Haremsdamen des Sultans schrieben dem Mastix eine aphrodisierende Wirkung zu.
Kurt geht zum Zoll, Polizei und Hafenmeister. Wir brauchen wieder ein Transitlog und das bekommen wir erst morgen. Aber jetzt geht es zum griechischen Wein und anderen Köstlichkeiten.

Elbe ist begeistert !!!