25.06.-29.06.2015 Wir mieten wieder ein Leihauto. Bernd spielt Reiseführer. Sao Vicente hat rund 70000 Einwohner. Die alt eingesessene Bevölkerung ist eine Mischung von Europäern und einigen westafrikanischen Völkern, die als Sklaven auf die Inseln verschleppt wurden. Portugiesische, skandinavische, französische, englische, spanische, italienische und deutsche Seefahrer und Händler haben sich über Jahrhunderte vermischt. Alle Einheimischen tragen beide Farben in differenten Mischungsverhältnis in sich. Diese ungleiche Mischung wiederum macht die Kapverden homogen, es ist ihre Gemeinsamkeit. Mindelo wird von Frauen dominiert, angeblich 7x soviele als Männer.
Musik ist überall! Musik ist ihr Leben! Auch in jedem Aluguer ( Autobus oder Sammeltaxi) dreht der Fahrer das klapprige Radio zu voller Lautstärke auf.
Auf den alles beherschenden Berg (780m) Monte Verde kommt man über eine holprige Kopfsteinpflasterstraße. Von hier hat man eine bezaubernde Aussicht. In Richtung Norden nach Salamanza, am Rand der grünblauen Bucht hat sich entlang der Straße eine Fischersiedlung etabliert, mit Schulen ( allgemeine Schulpflicht ist hier 4 Jahre), einigen Läden und einer Wasserzisterne.
Wir fahren weiter nach Baia das Gatas. Jedes Jahr im August wird hier 3 Tage lang ein gut besuchtes Festival abgehalten. Das von Musikern der Kapverden, Brasilien, Amerika und Portugal bestritten wird.
Wir fahren weiter nach Calhau, dort hat Ende des letzten Jahrhunderts Signor Gomes eine Quelle gefasst und das Wasser in einer Rohrleitung in die Stadt geleitet und dort teuer verkauft. Noch sieht man die verrosteten Rohrleitungen am Boden.
Wir fahren weiter nach Ribeira Madeiral, an mehreren gemauerten Gärten vorbei; in jeder Oase pumpen Windräder das spärliche Grundwasser in Zisternen. Palmen, Papayabäume, Mais, Gemüse und Obst wachsen hier in mitten sonst kahler Geröllfelder. Das gewonnene Wasser schmeckt leicht salzig. Wasser ist hier Mangelware. Es regnet durchschnittlich nur 6 Tage im Jahr. Es gibt zwar eine Meerwasserentsalzungsanlage, aber Wasser ist hier sehr teuer.
Die Geschichte von Sao Vicente ist sehr eng mit dem städtischen Hafen von Mindelo verbunden. Der Porto Grande war lange Zeit der größte Hafen im Atlantik und deshalb wirtschaftlicher Motor des ganzen Landes. Mittlerweile leben in Mindelo auf Grund des Rückgangs der Hafenwirtschaft, aber auch viele Bettler und Straßenkinder in teil slumsähnlichen Verhältnissen. Nichtsdestotrotz hat sich Mindelo den Status als kulturelles Zentrum des kapverdischen Archipels bewahrt. Durch die vielen Seeleute von überall her, die sich auf der Durchreise amüsieren wollten, wurde die Stadt zur Wiege
der vielen, auch international bekannten Musikstile der Kapverden, wie Morna oder Coladeira. UNs gefällt es hier und wir werden überall sehr, sehr herzlich empfangen. Es gibt Bars, Kneipen und Restaurants. Das einheimische Essen schmeckt uns viel zu gut......
30.06.2015- 03.07.2015 Wir fahren weiter in die nächste Bucht nach Baia de Sao Pedro. Ein kleines Fischerdorf ziert das Ufer und an den Bojen hängen kleine Fischerboote. Hier ist der richtige Ort zum Relaxen. Wir lassen den Anker fallen und genießen die Ruhe. Bernd ist mit seinem Schiff natürlich
auch dabei. Wir verbringen sehr schöne und lustige Stunden mit ihm. Duna und Elbe gefällt es auch hier. Sie gehen wieder vom Schlauchboot aus schwimmen, denn am Ufer herrscht eine gewaltige Brandung.
03.07.2015 Auch Fischen ist angesagt. Kurt und Bernd fangen ein Prachtexemplar von einem Thunfisch, er wiegt 11kg. Bernd als alter Big Game Fischer zeigt uns wie man den Tuna fachgerecht zerlegt. Einige Filets werden gleich eingefroren.
Am Abend gibt es ein herrliches Tuna Tartar, dazu genießen wir Bier und Wein. Es ist wieder sehr gemütlich.
Freitag, 3. Juli 2015
25.06.-29.06.2015 Wir mieten wieder ein Leihauto. Bernd spielt Reiseführer. Sao Vicente hat rund 70000 Einwohner. Die alt eingesessene Bevölkerung ist eine Mischung von Europäern und einigen westafrikanischen Völkern, die als Sklaven auf die Inseln verschleppt wurden. Portugiesische, skandinavische, französische, englische, spanische, italienische und deutsche Seefahrer und Händler haben sich über Jahrhunderte vermischt. Alle Einheimischen tragen beide Farben in differenten Mischungsverhältnis in sich. Diese ungleiche Mischung wiederum macht die Kapverden homogen, es ist ihre Gemeinsamkeit. Mindelo wird von Frauen dominiert, angeblich 7x soviele als Männer.
Musik ist überall! Musik ist ihr Leben! Auch in jedem Aluguer ( Autobus oder Sammeltaxi) dreht der Fahrer das klapprige Radio zu voller Lautstärke auf.
Auf den alles beherschenden Berg (780m) Monte Verde kommt man über eine holprige Kopfsteinpflasterstraße. Von hier hat man eine bezaubernde Aussicht. In Richtung Norden nach Salamanza, am Rand der grünblauen Bucht hat sich entlang der Straße eine Fischersiedlung etabliert, mit Schulen ( allgemeine Schulpflicht ist hier 4 Jahre), einigen Läden und einer Wasserzisterne.
Wir fahren weiter nach Baia das Gatas. Jedes Jahr im August wird hier 3 Tage lang ein gut besuchtes Festival abgehalten. Das von Musikern der Kapverden, Brasilien, Amerika und Portugal bestritten wird.
Wir fahren weiter nach Calhau, dort hat Ende des letzten Jahrhunderts Signor Gomes eine Quelle gefasst und das Wasser in einer Rohrleitung in die Stadt geleitet und dort teuer verkauft. Noch sieht man die verrosteten Rohrleitungen am Boden.
Wir fahren weiter nach Ribeira Madeiral, an mehreren gemauerten Gärten vorbei; in jeder Oase pumpen Windräder das spärliche Grundwasser in Zisternen. Palmen, Papayabäume, Mais, Gemüse und Obst wachsen hier in mitten sonst kahler Geröllfelder. Das gewonnene Wasser schmeckt leicht salzig. Wasser ist hier Mangelware. Es regnet durchschnittlich nur 6 Tage im Jahr. Es gibt zwar eine Meerwasserentsalzungsanlage, aber Wasser ist hier sehr teuer.
Die Geschichte von Sao Vicente ist sehr eng mit dem städtischen Hafen von Mindelo verbunden. Der Porto Grande war lange Zeit der größte Hafen im Atlantik und deshalb wirtschaftlicher Motor des ganzen Landes. Mittlerweile leben in Mindelo auf Grund des Rückgangs der Hafenwirtschaft, aber auch viele Bettler und Straßenkinder in teil slumsähnlichen Verhältnissen. Nichtsdestotrotz hat sich Mindelo den Status als kulturelles Zentrum des kapverdischen Archipels bewahrt. Durch die vielen Seeleute von überall her, die sich auf der Durchreise amüsieren wollten, wurde die Stadt zur Wiege
der vielen, auch international bekannten Musikstile der Kapverden, wie Morna oder Coladeira. UNs gefällt es hier und wir werden überall sehr, sehr herzlich empfangen. Es gibt Bars, Kneipen und Restaurants. Das einheimische Essen schmeckt uns viel zu gut......
30.06.2015- 03.07.2015 Wir fahren weiter in die nächste Bucht nach Baia de Sao Pedro. Ein kleines Fischerdorf ziert das Ufer und an den Bojen hängen kleine Fischerboote. Hier ist der richtige Ort zum Relaxen. Wir lassen den Anker fallen und genießen die Ruhe. Bernd ist mit seinem Schiff natürlich
auch dabei. Wir verbringen sehr schöne und lustige Stunden mit ihm. Duna und Elbe gefällt es auch hier. Sie gehen wieder vom Schlauchboot aus schwimmen, denn am Ufer herrscht eine gewaltige Brandung.
03.07.2015 Auch Fischen ist angesagt. Kurt und Bernd fangen ein Prachtexemplar von einem Thunfisch, er wiegt 11kg. Bernd als alter Big Game Fischer zeigt uns wie man den Tuna fachgerecht zerlegt. Einige Filets werden gleich eingefroren.
Am Abend gibt es ein herrliches Tuna Tartar, dazu genießen wir Bier und Wein. Es ist wieder sehr gemütlich.
Musik ist überall! Musik ist ihr Leben! Auch in jedem Aluguer ( Autobus oder Sammeltaxi) dreht der Fahrer das klapprige Radio zu voller Lautstärke auf.
Auf den alles beherschenden Berg (780m) Monte Verde kommt man über eine holprige Kopfsteinpflasterstraße. Von hier hat man eine bezaubernde Aussicht. In Richtung Norden nach Salamanza, am Rand der grünblauen Bucht hat sich entlang der Straße eine Fischersiedlung etabliert, mit Schulen ( allgemeine Schulpflicht ist hier 4 Jahre), einigen Läden und einer Wasserzisterne.
Wir fahren weiter nach Baia das Gatas. Jedes Jahr im August wird hier 3 Tage lang ein gut besuchtes Festival abgehalten. Das von Musikern der Kapverden, Brasilien, Amerika und Portugal bestritten wird.
Wir fahren weiter nach Calhau, dort hat Ende des letzten Jahrhunderts Signor Gomes eine Quelle gefasst und das Wasser in einer Rohrleitung in die Stadt geleitet und dort teuer verkauft. Noch sieht man die verrosteten Rohrleitungen am Boden.
Wir fahren weiter nach Ribeira Madeiral, an mehreren gemauerten Gärten vorbei; in jeder Oase pumpen Windräder das spärliche Grundwasser in Zisternen. Palmen, Papayabäume, Mais, Gemüse und Obst wachsen hier in mitten sonst kahler Geröllfelder. Das gewonnene Wasser schmeckt leicht salzig. Wasser ist hier Mangelware. Es regnet durchschnittlich nur 6 Tage im Jahr. Es gibt zwar eine Meerwasserentsalzungsanlage, aber Wasser ist hier sehr teuer.
Die Geschichte von Sao Vicente ist sehr eng mit dem städtischen Hafen von Mindelo verbunden. Der Porto Grande war lange Zeit der größte Hafen im Atlantik und deshalb wirtschaftlicher Motor des ganzen Landes. Mittlerweile leben in Mindelo auf Grund des Rückgangs der Hafenwirtschaft, aber auch viele Bettler und Straßenkinder in teil slumsähnlichen Verhältnissen. Nichtsdestotrotz hat sich Mindelo den Status als kulturelles Zentrum des kapverdischen Archipels bewahrt. Durch die vielen Seeleute von überall her, die sich auf der Durchreise amüsieren wollten, wurde die Stadt zur Wiege
der vielen, auch international bekannten Musikstile der Kapverden, wie Morna oder Coladeira. UNs gefällt es hier und wir werden überall sehr, sehr herzlich empfangen. Es gibt Bars, Kneipen und Restaurants. Das einheimische Essen schmeckt uns viel zu gut......
30.06.2015- 03.07.2015 Wir fahren weiter in die nächste Bucht nach Baia de Sao Pedro. Ein kleines Fischerdorf ziert das Ufer und an den Bojen hängen kleine Fischerboote. Hier ist der richtige Ort zum Relaxen. Wir lassen den Anker fallen und genießen die Ruhe. Bernd ist mit seinem Schiff natürlich
auch dabei. Wir verbringen sehr schöne und lustige Stunden mit ihm. Duna und Elbe gefällt es auch hier. Sie gehen wieder vom Schlauchboot aus schwimmen, denn am Ufer herrscht eine gewaltige Brandung.
03.07.2015 Auch Fischen ist angesagt. Kurt und Bernd fangen ein Prachtexemplar von einem Thunfisch, er wiegt 11kg. Bernd als alter Big Game Fischer zeigt uns wie man den Tuna fachgerecht zerlegt. Einige Filets werden gleich eingefroren.
Am Abend gibt es ein herrliches Tuna Tartar, dazu genießen wir Bier und Wein. Es ist wieder sehr gemütlich.
Donnerstag, 25. Juni 2015
13.06.-15.06.2015 Wir verbringen hier in La Gomera wieder eine wunderschöne Zeit. Kurt hat noch einige Servicearbeiten zu erledigen und Einkäufe werden erledigt. Christian besorgt noch zwei CO2 Flaschen, damit wir wieder genug Sodawasser machen können. Die Abende verbringen wir immer in lustiger Runde in Christans Tapasbar.
16.06.2015 Wir wollen heute weiter zu den Kap Verden. Alles wird verstaut und angebunden. Ca. 800sm sind zu fahren. Miss Pezi wird zum Schlepper erklärt.
Wir haben beschlossen, Bernd einen Seglerfreund mir seiner 12m langen "Vamp", ein Segelschiff zu den Kap Verden zu schleppen. Bernds Autopilot ist leider zerbröselt.Wir fahren zum Tanksteg, Miss Pezi hat wieder Durst! Dort werden wir von Christian, Andi, Angelika und Stefan erwartet. Sie alle wollen sich noch alle persönlich von uns verabschieden. Christian bringt sogar edlen Sekt mit. " Danke lieber Christian!"
Miss Pezi ist betankt, alle Abschleppleinen werden gerichtet und so verlassen wir den Hafen. Kurt hat für hinten ein Trapez geknüpft und eine 100m lange Abschleppleine gerichtet. So fahren wir zur übernächsten Bucht. Dort wartet Bernd mit seinem Segelschiff auf uns. Ich übergebe ihm das Ende der 100m Leine und wir fahren langsam los. Bernd hat einstweilen genug Zeit die Leine zu befestigen. Er hat vorne ebenfalls ein Trapez geknüpft und ein Autoreifen dazwischen soll als Dämpfer wirken. Es kann losgehen. Bernd hängt hintendran und Miss Pezi schleppt.
17.06.2015 Kurt fährt bis 3.30 Uhr, dann löse ich ihn ab. Die Nacht war ruhig. Alle 20 Minuten werden alle Instrumente kontrolliert, Radar und Bildschirme beäugt und es wird ein Rundumblick gemacht. Es könnte ja ein Schiff ohne Radarreflektor oder etwas im Wasser schwimmend unterwegs sein, was man am Radarschirm nicht sieht.Auch wird immer ein Blick nach hinten geworfen, ob Bernd eh noch hinten nachläuft. Das Wassser wird immer bewegter und es rüttelt und schüttelt. Bernd tanzt mit seiner Vamp ganz schön hin und her. Um 8 Uhr mache ich meinen üblichen Rundblick - alles ist in Ordnung.
Ich gehe in die Küche und mache mir frischen Kaffee. Als ich wieder ins Führerhaus zurück komme, ich war keine 2 Minuten weg, sehe ich schon Bernd ist losgerissen.
Über Funk höre ich Bernd rufen: "Miss Pezi bitte wenden !" Ich wecke Kurt, das Meer ist sehr bewegt und wir haben hohe Wellen. Jetzt heißt es erst einmal 100m Leine einholen. Gang heraus, damit die Leine nicht in unsere Schiffsschrauben kommt und dann wird gezogen. Ganz schön schwer das nasse Ding mit einem Autoreifen dran. Aber Kurt und ich schaffen es. Dann heißt es wenden und wir fahren zurück zu Bernd. Die Schiffe gehen wegen der hohen Wellen auf und ab, aber wir müssen zurück zu Bernd, denn ich muß ihm das Ende der Leine samt Autoreifen übergeben. Mindestens 3m Höhenunterschied sind
zwischen denn Wellen, alles wackelt und schaukelt, aber ich kann Bernd die Leine samt Reifen übergeben.Kurt muß beim Fahren sehr aufpassen damit die beiden Schiffe nicht zusammenschlagen. Aber er fährt wieder super. Ich behalte Bernd im Auge, der ja am Vorschiff wieder alles befestigen muß. Alles geht gut. Bernd hängt mit seinem Segelschiff hinten dran und die Fahrt kann weitergehen. Das Meer beruhigt sich nicht und alles wackelt und schaukelt.
18.06.2015 Kurt und ich wechseln uns beim Fahren wieder ab. Es gibt hohe Kreuzwellen. In der Früh meldet sich Bernd über Funk und meint seine Leinen scheuern durch. Er muß neue Leinen legen. Also Gas zurück. Bernd arbeitet am Vorschiff bei hohen Kreuzwellen sicher eine halbe Stunde. Wir behalten ihm in Auge. Aber dann ist alles wieder geschafft und die Fahrt kann weitergehen. Das Meer beruhigt sich nicht.
19.06.2015 Wieder meldet sich Bernd. Jetzt scheuert der Autoreifen die Abschleppleine durch.Der Reifen hat sich durch das ewige gezerre und geschaukle
bis zum Metallgewebe aufgelöst und scheuert unsere Leine durch. Bernd muß ein Stück Leine abschneiden und ups die lange Leine fällt ins Wasser. Bernd ist wieder los und Kurt zieht die lange Leine ganz alleine aus dem Wasser. Ich stehe einstweilen am Steuer und es heißt immer wieder:" Gang hinein und Gang heraus!" Wir müßen ja aufpassen damit die Leine nicht in unsere Schrauben gerät. Ich kann Bernd die Leine wieder übergeben und sein Segelschiff hängt wieder hintendran. Die Fahrt geht weiter, jedoch das Meer beruhigt sich nicht.
20.06.2015 Alles läuft gut, die Leinen halten. Kurt und ich wechseln uns beim Fahren wieder ab. Aber es wackelt und schaukelt und Bernd tanzt heftig hinter uns her.
21.06.2015 Ich löse Kurt wie üblich um 3 Uhr morgens beim Fahren ab. Er macht noch einen Kontrollgang und stellt dabei fest, bei unserem Trapez hat
sich eine Leine gelöst. Bernd hängt nur mehr mit einer Leine hintendran. Es ist finstere Nacht und hoher Wellengang. Wir beschließen bis es hell wird zu warten und dann die Leine zu holen. Hoffentlich hält die eine Leine so lange. Alle 5 Minuten schaue ich ob Bernd eh noch hinter uns ist.
Aber "Gottseidank" die Leine hält. Vormittag ist es dann soweit. Ich stehe am Steuer und Kurt gibt mir über Funk Anweisungen, mehr Gas, weniger Gas usw.
Wir haben hohe Wellen und ich sehe nicht was Kurt da hinten treibt. Aber Kurt gelingt es sehr schnell die Leine einzuholen und wieder zu befestigen. Huch, jetzt hängt Bernd wieder richtig hinten dran und die Fahrt kann weitergehen. Das Meer beruhigt sich nicht.
22.06.2015 Alles hat gut gehalten und wir werden heute um 11 UHr Vormittag in Mindelo auf der Insel Sao Vicente ankommen. In der Nacht war das Meer noch ziemlich bewegt aber im Morgengrauen wurde es immer ruhiger. Kurz vor dem Hafen in Mindelo macht sich Bernd von uns los und es heißt wieder 100m schwere, nasse Leine einziehen. Kurt und ich ziehen gemeinsam.
Durch die langsame Fahrt mit Bernd im Schlepptau haben wir gut 1000 Liter Diesel gespart.
In der Marina bekommen wir einen super Längsanleger.
Alles geschafft! Wir haben Bernd gut auf die Kap Verden gebracht, zwar mit ein wenig Abenteuer, aber alles ist gut gegangen. Kurt meinte nur augenzwinkernd: "Na, da hätte doch so mancher Süßwasserkapitän die Hosen gestrichen voll gehabt!"
Einklarieren ist angesagt, aber zuerst gibt es in der Hafenkneipe einen Manöverschluck. Bernd kennt alle Leute hier und wir werden sehr herzlich begrüßt. Bernd hat hier viele Jahre gelebt und ein sehr schönes Restaurant betrieben. Leider ist seine Frau verstorben und er hat hier alles verkauft.
Alle freuen sich Bernd wiederzusehen.
Nachmittag gehen Kurt und Bernd einklarieren. Dann bekommt unsere Clubfahne einen neuen Nachbar, die kapverdianische Gastlandflagge. Den Abend verbringen wir gemütlich im Hafenrestaurant bei gutem Essen und Trinken.
23.06.-24.06.2015 Ausschlafen, relaxen usw. Kurt und Bernd führen die Hunde aus. später genießen wir zu dritt unser gemütliches Frühstück. Ein kleiner Stadtbummel wird gemacht. Es gefällt uns gut in Mindelo. Mit dem Hochdruckreiniger wird außen das ganze Schiff geputzt. Sand, Hundehaare und Salz - die perfekte Kombination....... Auch Innen hat sich dieses Zeug angesammelt und wir putzen.....Wir haben kräftigen Schwell im Hafen, aber morgen soll es besser werden sagt Kai der Hafenmanager und Besitzer. Wir wackeln und schaukeln und der Wind weht kräftig. Die Abende genießen wir im netten Hafenrestaurant.
16.06.2015 Wir wollen heute weiter zu den Kap Verden. Alles wird verstaut und angebunden. Ca. 800sm sind zu fahren. Miss Pezi wird zum Schlepper erklärt.
Wir haben beschlossen, Bernd einen Seglerfreund mir seiner 12m langen "Vamp", ein Segelschiff zu den Kap Verden zu schleppen. Bernds Autopilot ist leider zerbröselt.Wir fahren zum Tanksteg, Miss Pezi hat wieder Durst! Dort werden wir von Christian, Andi, Angelika und Stefan erwartet. Sie alle wollen sich noch alle persönlich von uns verabschieden. Christian bringt sogar edlen Sekt mit. " Danke lieber Christian!"
Miss Pezi ist betankt, alle Abschleppleinen werden gerichtet und so verlassen wir den Hafen. Kurt hat für hinten ein Trapez geknüpft und eine 100m lange Abschleppleine gerichtet. So fahren wir zur übernächsten Bucht. Dort wartet Bernd mit seinem Segelschiff auf uns. Ich übergebe ihm das Ende der 100m Leine und wir fahren langsam los. Bernd hat einstweilen genug Zeit die Leine zu befestigen. Er hat vorne ebenfalls ein Trapez geknüpft und ein Autoreifen dazwischen soll als Dämpfer wirken. Es kann losgehen. Bernd hängt hintendran und Miss Pezi schleppt.
17.06.2015 Kurt fährt bis 3.30 Uhr, dann löse ich ihn ab. Die Nacht war ruhig. Alle 20 Minuten werden alle Instrumente kontrolliert, Radar und Bildschirme beäugt und es wird ein Rundumblick gemacht. Es könnte ja ein Schiff ohne Radarreflektor oder etwas im Wasser schwimmend unterwegs sein, was man am Radarschirm nicht sieht.Auch wird immer ein Blick nach hinten geworfen, ob Bernd eh noch hinten nachläuft. Das Wassser wird immer bewegter und es rüttelt und schüttelt. Bernd tanzt mit seiner Vamp ganz schön hin und her. Um 8 Uhr mache ich meinen üblichen Rundblick - alles ist in Ordnung.
Ich gehe in die Küche und mache mir frischen Kaffee. Als ich wieder ins Führerhaus zurück komme, ich war keine 2 Minuten weg, sehe ich schon Bernd ist losgerissen.
Über Funk höre ich Bernd rufen: "Miss Pezi bitte wenden !" Ich wecke Kurt, das Meer ist sehr bewegt und wir haben hohe Wellen. Jetzt heißt es erst einmal 100m Leine einholen. Gang heraus, damit die Leine nicht in unsere Schiffsschrauben kommt und dann wird gezogen. Ganz schön schwer das nasse Ding mit einem Autoreifen dran. Aber Kurt und ich schaffen es. Dann heißt es wenden und wir fahren zurück zu Bernd. Die Schiffe gehen wegen der hohen Wellen auf und ab, aber wir müssen zurück zu Bernd, denn ich muß ihm das Ende der Leine samt Autoreifen übergeben. Mindestens 3m Höhenunterschied sind
zwischen denn Wellen, alles wackelt und schaukelt, aber ich kann Bernd die Leine samt Reifen übergeben.Kurt muß beim Fahren sehr aufpassen damit die beiden Schiffe nicht zusammenschlagen. Aber er fährt wieder super. Ich behalte Bernd im Auge, der ja am Vorschiff wieder alles befestigen muß. Alles geht gut. Bernd hängt mit seinem Segelschiff hinten dran und die Fahrt kann weitergehen. Das Meer beruhigt sich nicht und alles wackelt und schaukelt.
18.06.2015 Kurt und ich wechseln uns beim Fahren wieder ab. Es gibt hohe Kreuzwellen. In der Früh meldet sich Bernd über Funk und meint seine Leinen scheuern durch. Er muß neue Leinen legen. Also Gas zurück. Bernd arbeitet am Vorschiff bei hohen Kreuzwellen sicher eine halbe Stunde. Wir behalten ihm in Auge. Aber dann ist alles wieder geschafft und die Fahrt kann weitergehen. Das Meer beruhigt sich nicht.
19.06.2015 Wieder meldet sich Bernd. Jetzt scheuert der Autoreifen die Abschleppleine durch.Der Reifen hat sich durch das ewige gezerre und geschaukle
bis zum Metallgewebe aufgelöst und scheuert unsere Leine durch. Bernd muß ein Stück Leine abschneiden und ups die lange Leine fällt ins Wasser. Bernd ist wieder los und Kurt zieht die lange Leine ganz alleine aus dem Wasser. Ich stehe einstweilen am Steuer und es heißt immer wieder:" Gang hinein und Gang heraus!" Wir müßen ja aufpassen damit die Leine nicht in unsere Schrauben gerät. Ich kann Bernd die Leine wieder übergeben und sein Segelschiff hängt wieder hintendran. Die Fahrt geht weiter, jedoch das Meer beruhigt sich nicht.
20.06.2015 Alles läuft gut, die Leinen halten. Kurt und ich wechseln uns beim Fahren wieder ab. Aber es wackelt und schaukelt und Bernd tanzt heftig hinter uns her.
21.06.2015 Ich löse Kurt wie üblich um 3 Uhr morgens beim Fahren ab. Er macht noch einen Kontrollgang und stellt dabei fest, bei unserem Trapez hat
sich eine Leine gelöst. Bernd hängt nur mehr mit einer Leine hintendran. Es ist finstere Nacht und hoher Wellengang. Wir beschließen bis es hell wird zu warten und dann die Leine zu holen. Hoffentlich hält die eine Leine so lange. Alle 5 Minuten schaue ich ob Bernd eh noch hinter uns ist.
Aber "Gottseidank" die Leine hält. Vormittag ist es dann soweit. Ich stehe am Steuer und Kurt gibt mir über Funk Anweisungen, mehr Gas, weniger Gas usw.
Wir haben hohe Wellen und ich sehe nicht was Kurt da hinten treibt. Aber Kurt gelingt es sehr schnell die Leine einzuholen und wieder zu befestigen. Huch, jetzt hängt Bernd wieder richtig hinten dran und die Fahrt kann weitergehen. Das Meer beruhigt sich nicht.
22.06.2015 Alles hat gut gehalten und wir werden heute um 11 UHr Vormittag in Mindelo auf der Insel Sao Vicente ankommen. In der Nacht war das Meer noch ziemlich bewegt aber im Morgengrauen wurde es immer ruhiger. Kurz vor dem Hafen in Mindelo macht sich Bernd von uns los und es heißt wieder 100m schwere, nasse Leine einziehen. Kurt und ich ziehen gemeinsam.
Durch die langsame Fahrt mit Bernd im Schlepptau haben wir gut 1000 Liter Diesel gespart.
In der Marina bekommen wir einen super Längsanleger.
Alles geschafft! Wir haben Bernd gut auf die Kap Verden gebracht, zwar mit ein wenig Abenteuer, aber alles ist gut gegangen. Kurt meinte nur augenzwinkernd: "Na, da hätte doch so mancher Süßwasserkapitän die Hosen gestrichen voll gehabt!"
Einklarieren ist angesagt, aber zuerst gibt es in der Hafenkneipe einen Manöverschluck. Bernd kennt alle Leute hier und wir werden sehr herzlich begrüßt. Bernd hat hier viele Jahre gelebt und ein sehr schönes Restaurant betrieben. Leider ist seine Frau verstorben und er hat hier alles verkauft.
Alle freuen sich Bernd wiederzusehen.
Nachmittag gehen Kurt und Bernd einklarieren. Dann bekommt unsere Clubfahne einen neuen Nachbar, die kapverdianische Gastlandflagge. Den Abend verbringen wir gemütlich im Hafenrestaurant bei gutem Essen und Trinken.
23.06.-24.06.2015 Ausschlafen, relaxen usw. Kurt und Bernd führen die Hunde aus. später genießen wir zu dritt unser gemütliches Frühstück. Ein kleiner Stadtbummel wird gemacht. Es gefällt uns gut in Mindelo. Mit dem Hochdruckreiniger wird außen das ganze Schiff geputzt. Sand, Hundehaare und Salz - die perfekte Kombination....... Auch Innen hat sich dieses Zeug angesammelt und wir putzen.....Wir haben kräftigen Schwell im Hafen, aber morgen soll es besser werden sagt Kai der Hafenmanager und Besitzer. Wir wackeln und schaukeln und der Wind weht kräftig. Die Abende genießen wir im netten Hafenrestaurant.
Abonnieren
Posts (Atom)